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Rehkitzrettung Foto: Schraps

28. Juni 2021: Schraps mit dem Verein Rehkitzrettung Weserbergland e.V. unterwegs

Am vergangenen Sonnabend war der heimische Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps (SPD) gemeinsam mit dem Team vom Verein Rehkitzrettung Weserbergland e.V. im Hess. Oldendorfer Ortsteil Langenfeld unterwegs. Mit spezieller Drohnentechnik machten sie sich in den ortsnahen Wiesen auf die Suche nach Rehkitzen. Bei der Mahd der Wiesen von Tobias und Isabell Ibing, die in Langenfeld einenPferdehof bewirtschaften, sollten im Laufe des Tages möglichst keine Wildtiere den großen Mähmaschinen zum Opfer fallen.

Im März hatte der Bundestag eine finanzielle Förderung von bis zu 60% für die Anschaffung von Drohnen für die Rehkitzrettung beschlossen. Insbesondere während der Brut- und Setzzeit soll der Einsatz von Drohnenvor dem Mähen viele Wildtiere vor schweren Verletzungen und dem sicheren Tod durch landwirtschaftliche Maschinen bewahren.

"Tierschutz ist eine Herzensangelegenheit für mich", so der SPD-Bundestagsabgeordnete, der sich nach dem Bundestagsbeschluss im März nun vor Ort ein Bild von der Technik und den Abläufen bei der Rehkitzrettung machen wollte. Vereine, deren Satzung "die Pflege und Förderung des Jagdwesens sowie den Tier-, Natur- und Landschaftsschutze oder die Rettung von Wildtieren" beinhaltet, haben seit März die Möglichkeit, Fördermittel bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung zu beantragen. Für Jörg Grabandt, den 1. Vorsitzenden des Vereins, war dies der letzte Impuls vor einigen Wochen den Verein "Rehkitzrettung Weserbergland e.V." zu gründen. Mit dem Bundesprogramm kann ein großer Teil der Kosten von etwa 8000 Euro für eine Drohne mit Wärmebildkamera & Ersatzakkus finanziert werden.

"Um die Rehkitzrettung im ganzen Land auch vollständig zu etablieren, brauchte es Anschub von Bundesseite.

Ich freue mich sehr über das großartige Engagement vor Ort und darüber, dass die Fördermittel des Bundes im Weserbergland genutzt werden!"

Die Rehkitzrettung arbeitet mit einer Drohne, an die eine Wärmebildkamera montiert ist. Das Team spürt vor der Mahd die im hohen Gras gut versteckten Rehkitze auf und bettet sie vorsichtig um, so dass sie von den Elterntieren nicht verstoßen werden. Der Einsatz über den Wiesen und Weiden muss möglichst in den frühen Morgenstunden geschehen, da die Temperaturdifferenz zwischen dem Körper der Rehkitze und der Umgebung dann besonders hoch ist. Neben dem Tierschutzaspekt sichern die Landwirte und Jäger mit dem vorherigen Aufspüren der Tiere aber auch die Qualität der Mahd. Viele Landwirte unterstützen deshalb die neuen Möglichkeiten mit den Drohnen und arbeiten gerne mit dem jungen Verein zusammen. Das Bewusstsein für die eigene tierschutzrechtliche Verantwortung hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. „Toll, dass die Förderung auch im Weserbergland so angenommen wird und Tierschützer, Landwirte und Technikinteressierte gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Schraps abschließend.

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