Mein Name ist Ivana Abdi und ich bin 19 Jahre alt. Derzeit besuche ich das Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln, wo ich im Moment meine schulische Laufbahn mit dem Abitur abschließe.  Politik zählt zu meinen Prüfungsfächern und genau dort begann auch mein wachsendes Interesse an den politischen Zusammenhängen, die unseren Alltag prägen.

Immer häufiger habe ich mich gefragt: Wie gestalten Abgeordnete ihre Wochen, wenn der Bundestag nicht tagt? Wie erleben sie die politische Arbeit im Wahlkreis? Und wie behalten sie inmitten zahlreicher Themen und Terminen den Überblick? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, nutze ich meine Herbstferien für ein Praktikum bei unserem Abgeordneten Johannes Schraps, der seit einigen Jahren das Weserbergland vertritt. 

Nach einer intensiven Sitzungswoche in Berlin und mehreren Gesprächen im Ausland stand für ihn die Rückkehr in den Wahlkreisen an, und ich durfte ihn an den letzten beiden Tagen meines Praktikums begleiten. Schnell wurde mir deutlich, dass der Terminkalender eines Abgeordneten voll getaktet ist. Besonders spannend fand ich die Vielfalt der Termine von Veranstaltungen über Gespräche über ein faires Miteinander von Vermietern und Mietern, bei der auch Themen wie Energiepreise und Baukosten im Mittelpunkt standen bis zur feierlichen Verabschiedung der Kreismajestäten des Kreisschützenverbandes. Ein weiteres Highlight war die Veranstaltung des Paritätischen sowie die AWesA-Ehrenamtsnacht in der Hamelner Rattenfängerhalle, bei der zahlreiche Menschen für ehrenamtliches Engagement geehrt wurden. Diese Begegnungen haben mir eindrucksvoll gezeigt, wie eng Politik mit dem gesellschaftlichen Leben vor Ort verbunden ist. 

Summa summarum war dieses Praktikum für mich eine äußerst bereichernde Erfahrung. Ich durfte Politik nicht nur aus der Theorie des Unterrichts in der Schule lernen, sondern hautnah aus der Praxis erleben. Dabei wurde mir bewusst, dass politische Arbeit mehr bedeutet als Reden im Bundestag oder Präsenz in den Medien. Sie lebt vom Dialog, von Kompromiss-bereitschaft, guter Organisation und viel persönlichem Einsatz. Trotz des hohen Arbeitspensums spürt man die Leidenschaft für die Themen und Menschen der Region. 

Diese Zeit hat mein Verständnis von Politik vertieft und mein Interesse an gesellschaftlicher Mitgestaltung weiter gestärkt. Ich nehme viele Eindrücke, wertvolle Begegnungen und die Erkenntnis mit, dass Politik immer dort beginnt, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Johannes und seinem Team für die herzliche Aufnahme im Büro!